Prominenz aus Politik und vom Arbeitgeberverband Swissmechanic waren zur offiziellen Einweihung am 17. September vor Ort. Bei einem Rundgang durch den CAMPUS TECHNIK und das Ausbildungszentrum in Grenchen im Kanton Solothurn konnten sich die Beteiligten ein Bild davon machen, wie hier eine zukunftsweisende, moderne und praxisnahe Ausbildung umgesetzt wird. Jan Sutter, Leiter der Ausbildung, erläutert: „Mit der Entscheidung unser Ausbildungszentrum neu zu planen, rückte natürlich auch das Ausbildungskonzept in den Mittelpunkt. Aus meiner eigenen Erfahrung wollte ich dabei einen anderen Weg gehen und Bereiche verknüpfen. Im Bereich des Drehens etwa konventionelle und computergestützte Kompetenzen mit einer Drehmaschine abbilden. Zusätzlich sollte alles noch mit einem modernen Bildungsmanagement-System verknüpft werden.“ Das dieser Ansatz geglückt ist, davon konnten sich die Experten bei der offiziellen Einweihung überzeugen, auch wenn das Bildungsmanagement-System in vollem Umfang erst Mitte April 2026 online geht. Schon heute können die Auszubildenden an den 12 GDW C 280Z-Drehmaschinen aus der conturline-Reihe konventionell und computergestützt drehen. Ermöglicht wird dies durch ein besonderes Feature bei der C 280Z. „Man kann bei ihr verschiedene Werkzeugsysteme einsetzen und sowohl konventionell als auch CNC-orientiert drehen“, erklärt Hans Ort, Geschäftsführer und Inhaber GDW Werkzeugmaschinen.
Zwei Welten vereinen, um Potentiale auszuschöpfen
Für Jan Sutter ist Ausbildung mehr als nur das Ausüben von standardisierten Abläufen. Es geht ihm um ein ganzheitliches Verständnis von Prozessen und die Fähigkeit diese bewusst zu gestalten. Dazu aber benötigt man Werkzeuge, Maschinen und Methoden, die dies auch zulassen: „Wenn wir uns in der Grundausbildung nur im Übungssetting bewegen, geht dieses Potenzial verloren. So habe ich zum Beispiel nach einer Drehmaschine gesucht, die konventionelles und computergestütztes Drehen verbindet.“ Bei GDW bzw. der Schweizer Vertretung, der Walter Auer AG, wurde er fündig. Dort erläuterte er seine Idee und klärte den technischen Rahmen. Nach eingehender Prüfung und einem Vergleich mit anderen Drehmaschinen-Herstellern entschieden sich die Verantwortlichen des Ausbildungszentrums in einem ersten Schritt für den Kauf von zwei C 280Z von GDW. Man wollte das Konzept und die Umsetzung in der konkreten Anwendung prüfen. Mit Erfolg. Die Motivation der Auszubildenden war höher, das Verständnis für die Prozesse breiter und die Fähigkeit zur selbstständigen Umsetzung von Aufgaben besser. Daraufhin wurden 10 weitere Drehmaschinen aus der conturline-Reihe angeschafft. „Der praxisnahe Blick auf die Ausbildung bedeutet bei uns auch, dass die Lernenden nicht für die Vitrine produzieren. Sie entwickeln marktorientierte Produkte und erleben den gesamten Prozess von der Idee bis zur Umsetzung. Ein Beispiel ist eine Ausblaspistole zur Entfernung von Staub und Schmutz, die komplett im Ausbildungszentrum entstanden ist. Solche Projekte stellen sicher, dass unsere Auszubildenden sehr nah an der betrieblichen Wirklichkeit lernen“, betont Sutter.


