Digitales Assistenzsystem für die betriebliche Ausbildung

GLW und GDW setzen Maßstäbe

Das neue Ausbildungskonzept der Gemeinschafts-Lehrwerkstatt in Arnsberg (GLW), Nordrhein-Westfalen, ist ein Meilenstein in der betrieblichen Ausbildung. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung von umfassenden Handlungskompetenzen und wird durch ein Digitales Assistenzsystem (DAS) unterstützt. Begleitet wurde das Projekt durch das Fraunhofer IOSB-INA und die TU Dortmund mit der UNESCO Professur für Berufsbildung, Kompetenzentwicklung und Zukunft der Arbeit. Karsten Hömann, Geschäftsführer der Gemeinschafts-Lehrwerkstatt Arnsberg (GLW): „Mit dem DAS können Ausbilder und Auszubildende gemeinsam den Arbeitsablauf auswerten und vorhandene Defizite ausgleichen. Das System fördert die Entwicklung wichtiger beruflicher Handlungskompetenzen der Auszubildenden.“ Wie aber funktioniert das System? Die Auszubildenden erhalten über ihr Tablet ihren Arbeitsauftrag, der sich am betrieblichen Alltag orientiert. Mit Hilfe des DAS können sie den Auftrag praktisch eigenständig abarbeiten. Stimmen die Berechnungen, Planungen und Arbeiten an der Maschine mit den erwarteten Ergebnissen im DAS überein, können Sie an der Maschine weiterarbeiten. Liegt ein Fehler oder ein Fehlberechnung vor, werden die Auszubildenden darauf hingewiesen. Sie können den Fehler korrigieren und weiterarbeiten. Voraussetzung dafür: Die Ausbildungsmaschinen müssen mit dem DAS vernetzt werden können. Und hier kommt GDW mit seinen Drehmaschinen aus der teachingline-Reihe ins Spiel.

GDW teachingline schafft Voraussetzung für vernetztes Arbeiten
teaching-digital 4.0 ist die praxiserprobte und wegweisende Innovation von GDW für die intelligente Digitalisierung von Drehmaschinen in der Ausbildung. Mit ihr können Drehmaschinen vernetzt, können Arbeiten an der Maschine live in die Theorieräume übertragen und einzelne Produktionsprozesse als Musteranwendung aufgezeichnet werden. Für die Gemeinschafts-Lehrwerkstätten Arnsberg (GLW) ein Glücksfall. Denn mit GDW fand man einen Kompetenzpartner, der das Projekt des Digitalen Assistenzsystems nicht nur intensiv begleitete, sondern auch die notwendigen Daten für die Entwicklung und Vernetzung bereitstellte. „Diese Offenheit und Partnerschaft war neben der Qualität und den Features der Drehmaschinen ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung,“ erläutert Sebastian Winkelmann, der Projektverantwortliche bei der GLW Arnsberg. Eine Entscheidung, deren Keim vor vier Jahren gelegt wurde. Damals lieferte GDW die erste Drehmaschine der teachingline-Reihe mit einer universellen OPC/UA-Schnittstelle zur Lehrwerkstätte. „Wir konnten uns also langsam rantasten, immer wieder unsere Entwicklungen mit unserem DAS und das System von GDW aufeinander abstimmen.“ Schon in dieser frühen Phase zeigte sich, dass GDW mit seiner teachingline viele Elemente implementiert hatte, um das Digitale Assistenzsystem zu ermöglichen. Heute stehen 12 GDW LZ 280 VS-Drehmaschinen aus der teachingline-Reihe bei der Lehrwerkstätte. Alle mit dem DAS vernetzt und ein integraler Bestandteil für das neue Ausbildungskonzept der GLW Arnsberg. Hans Ort, Geschäftsführender Gesellschafter bei GDW: „Digitalisierung in der beruflichen Ausbildung bedeutet Zukunftssicherung für den Standort Deutschland. Mit unseren Drehmaschinen bieten wir dafür die Basis. An ihnen können die Auszubildenden noch mit der klassischen Handsteuerung Materialien bearbeiten und quasi Festigkeit und Konsistenz spüren. Sie können aber auch über das Bedienpanel mit einer CNC-ähnlichen Bedienführung, Simulation und digitaler Unterstützung arbeiten.“ Karsten Hömann ergänzt: „Für unsere Mitgliedsunternehmen ist das neue Ausbildungskonzept ein großer Mehrwert. Damit wird die berufliche Ausbildung in der Qualität deutlich angehoben.“